Wie alles begann…..zur SELBSTSTÄNDIGKEIT

Wie jedes Jahr, auch 1986 machte ich mich dreimal im Jahr auf den Weg nach Gera zum damaligen (Rat des Kreises) um nachzufragen welche Möglichkeiten es gibt, sich selbstständig machen zu können.

An diesen Tag hatte ich Glück, und mir wurde mitgeteilt, dass jemand gesucht würde der DUO – Behindertenfahrzeuge reparieren und warten könne.

Für mich stand immer fest, wenn ich mich Selbstständig mache, muss es irgendein Fahrzeugtyp sein.      

Mit diesen Behinderten Dreirädern welche in Brandis bei Leipzig In den ROBUR-Werken gebaut wurden, war das der Fall.

Später erfuhr ich erst dass die Fa. Fehnel in Meilitz bei Gera welche bis dahin diese Leute betreute, die Ausreise gestellt hatte.

Den damaligen Behörden (SVK) lag viel daran diesen betreffenden Menschen schnell zu helfen.  

Für damalige Verhältnisse musste es dann auch mal schnell gehen um das abzusichern.

So wollten die Behörden meine Werkstattvoraussetzungen  vor Ort in Frießnitz sehen.

Da ich 1978 ein neues Haus gebaut hatte, war mein ganzes  Kellergeschoss zur Werkstatt ausgebaut worden und die Grundvoraussetzung war da.

Meine Garage nutzte ich als Ersatzteilelager und ein kleinerer Umbau für Büro und Stellplätze war noch gefordert worden.

Nachdem alles fertig war, wurde ich am 1.Juni 1988 Selbstständig unter den Namen       ZWEIRAD-Hemmann 

Da das DUO – Behindertenfahrzeug zum großen Teil mit  Simson – Teilen verbaut war, nahm ich Gespräche mit Simson Suhl auf, um an einen Händlervertrag zu  kommen.

Es dauerte nicht lange und ich hatte nun zwei Händlerverträge in der Tasche.      

Nun gab es neue Probleme mit der Ersatzteilebeschaffung, da man erst einmal gebrauchte Teile abgeben musste um Tauschteile zu bekommen.

Wie zu dieser Zeit einer Hilft den Anderen ging ich in die Gärtnerei nach Niederpöllnitz, um eine Kiste

grüne Salatgurken zu besorgen.

Mit dieser Gurkenkiste im Gepäck fuhr ich nun erstmals in die Ersatzteilegenossenschaft nach Bad

Blankenburg.

Hier wurde ich von einer älteren Dame mit Brille sehr böse angesehen, nach der Frage Ersatzteile zu bekommen.

So stellte ich mich erst einmal vor, dass ich ein Neuling bin und die Kiste Gurken als Einstand mitbringe.

(Zu dieser Zeit unmöglich Salatgurken zu bekommen – nur in Interhotels oder Delikatläden usw.  )

 

Das Gesicht der älteren Dame änderte sich sofort zu einen freundlichen und wir kamen ins Gespräch.

Sie führte mich in das Teilelager für Simson und ich meine Augen konnten es kaum glauben, was es da alles gab.

Sie meinte nur – Kleiner nimm was du brauchst – keiner fragte mehr nach Tauschteilen….

 

Mit der Wiedervereinigung der  Wende im November 1989 kam dann noch einmal alles anders.

Was wird mit Simson –DUO  ….  Alles war nicht mehr gut …. Nur der Westen ??????

Mit den Behindertenfahrzeugen ging es zu Ende.

Der jetzige TÜV stellte 25 Mängel fest (Bremssystem-keine von sich unabhängigen Bremsen……)      Die Sozialversicherung der DDR  bezahlte die Fahrzeuge mit deren Kosten nicht mehr.

So informierte ich mich auf Auto und Zweiradmessen welche alternativen es gibt.

Und zur IFMA (Internationale Fahrrad-Motorrad-Ausstellung) in Köln gab es für die vielen DUO-Fahrer ein Fahrzeug was man mit Moped Führerschein fahren kann.

Das Fahrzeug nannte sich LIGIER aus Frankreich.

 

 

Gewerbegebiete auf Feldern und Äckern entstanden, so auch in Frießnitz.

 

Es  war mir klar dass meine Werkstattbedingungen im Haus auf Dauer nicht ausreichen würden.

Und schon immer wollte ich in meine gelernte Branche die Autoreparatur zurück.

So entschied ich mich auch ein Grundstück im entstehenden  Gewerbegebiet in Frießnitz zu beantragen und zu erwerben.

Am 8.11.1991 wurde der erste Spatenstich im Gewerbegebiet Vor der Harth in Frießnitz vorgenommen. 

Ein kleines Autohaus sollte es werden, möglichst mit einer Marke aber welcher???

So gab es verschiedene Verhandlungen mit Autoherstellern zu Automessen in Frankfurt am Main.

Mein Konzept für dieses Vorhaben stand fest.

Nur die Autohersteller stellten große Anforderungen an den Bau eines solchen Hauses.

Ein weiterer  Schritt waren die Verhandlungen mit den Banken, um an einen Kredit heranzukommen.

Nachdem alles unter Dach und Fach war, begann ich im Mai 1993 mit den Bauvorhaben.

Ein Jahr Später am 9 April 1994 Eröffnete ich  das DAIHATSU Autohaus Heinz Hemmann   

Über die Jahre änderten sich die Autozeiten, Modellpaletten und Händlerverträge.

Uns Vertragshändlern wurde sehr viel abverlangt auf eigene Kosten und so entschloss ich mich erneut wieder etwas Neues anzufangen.       

Am 31 Dezember 2008 wurde mir der DAIHATSU- Vertragshändlervertrag gekündigt, wegen Nichteinhaltung der Vertriebsstandards.

Von nun an wurde ich ein freier Händler für alle Marken  -  ohne Zwang.